slider-Kongress-4

Futurologischer Kongress

Ein turbulente One-Man-Show über eine Zukunft voller Glückspillen und anderer Verheißungen

Theatersolo von und mit Erik Schäffler


Neubearbeitung der Fassung von 1994 JAK/Kampnagel Hamburg aufgrund einer sich extrem verändert habenden Zukunft

„Wir narkotisieren die Zivilisation, denn sonst ertrüge sie sich selber nicht.“

Der Futurologische Kongress von Stanislaw Lem (veröffentlicht 1972) lädt uns in Gestalt des Zynikers Ijon Tichy zu einer Versammlung von Zukunftsgelehrten ein, die, anstatt konstruktive Zukunftsbilder zu entwerfen, Abwehrmaßnahmen gegen eben diese Zukunft entwickeln, ausgehend vom Grundproblem der „menschlichen Überbevölkerung“.
Doch die Zukunft liegt ganz woanders und die reale Gegenwart bricht über die Vortragenden herein. In den Bürgerkriegswirren ihres Gastlandes geraten die Kongressteilnehmer unter den Einfluss von chemischen Kampfstoffen: „Bomben menschlicher Brüderlichkeit“, die nicht mehr töten, sondern zur Güte zwingen. Der Kongress tanzt im Taumel glücksbringender Zukunftsdrogen.
Durch deren halluzinogenen Einfluss verstrickt sich Tichy in verschiedenen Realitäten: unfähig, zwischen Wirklichkeit und chemischem Wahn zu unterscheiden, rast er mit uns durchs All, verwandelt sich in einen Baum und landet als Scheintoter in der Tiefkühltruhe der Medizin.
Er erwacht schließlich in der PSIVILISATION, einer Ära des Gutseins. Die Hoffnung auf ein besseres Leben und düstere wissenschaftliche Prognosen fließen in seiner Phantasie zusammen und lassen ihn Welten erleben, unter deren schönem Schein ein Horrortrip lauert.

Dauer: 90 Minuten ohne Pause

Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

Pressetimmen

„Was Erik Schäffler erzählt und was szenisch angedeutet wird, lässt Raum für die Phantasie. Derart beflügelt wird der Zuschauer zum aktiven Cybernauten auf der Reise durch erschreckende Wahnwelten, deren Illusionsschleier in einem beißenden Erkentnissprozess wie die Häute einer Zwiebel abgeschält werden…“

Hamburger Abendblatt

„…was sonst könnte man einer Generation erzählen, die über George Orwells 1984 nur noch müde grinsen kann. Cyberspace-Parties, Sex per Computer und Rezepte für unruhige Kinder sind schließlich für aufgeklärte Jugendliche nichts ungewöhnliches mehr. Und wie gesagt, auch der Futurologische Kongress entsteht nur vor unserem geistigen Auge. Ein Spiel der Phantasie also, faszinierend erzählt von Erik Schäffler, das dem Publikum eine denkbare Zukunft zumutet.“

NDR

„Schäfflers Erzählen verliert nie an Spannung und schafft ein Stück Bühnenwirklichkeit, das den ganz realen Zuschauern neben einigem Spaß auch eine Menge Nachdenklichkeit beschert…“

taz, Hamburg

Team und Infos

Regie, Textbearbeitung und Spiel: Erik Schäffler

Bühnenanforderung

mindestens 6 mal 4 Meter, Höhe 4 m
Die Inszenierung benötigt eine leere Bühne und zehn Scheinwerfer mit Mischpult und Techniker.

Theaterrechte

Die Theaterrechte für den Text dieser Inszenierung liegen beim Rowohlt-Theaterverlag Reinbek.